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Taifun Noul: Südchina meldet Hochwassergefahr, Alarmstufen erhöht

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China Typhoon Noul Flooding Central China Extreme Weather
High-angle view of concrete building and stairs
Photo by Hanson Lu on Unsplash

Süd- und Zentralchina bereiten sich auf Überschwemmungen vor, nachdem Taifun Noul ins Landesinnere vorgedrungen ist und in mehreren Provinzen die Notfallreaktion verschärft wurde1. Meteorologen warnten, dass ein breiter Landstrich des Landes gefährdet sei, da die Ausläufer des Sturms weiter ins Landesinnere zogen1.

Chinas Ministerium für Wasserressourcen stufte die Hochwasser-Notfallreaktion für die Provinzen Jiangxi, Hunan und Guangdong am Sonntag von Stufe IV auf Stufe III hoch2. Jiangxi liegt in Ostchina, Hunan in Zentralchina und Guangdong in Südchina2.

Hochwasserwarnungen in Zentralchina verschärfen sich nach Taifun

Das Ministerium verwies auf ein hohes Risiko von Sturzfluten in Bergregionen infolge von Taifun Noul in allen drei Provinzen2. Es entsandte zwei zusätzliche Einsatzteams nach Jiangxi und Hunan, um die Hochwasserbekämpfung vor Ort zu koordinieren2.

Die örtlichen Wasserbehörden wurden angewiesen, den Verlauf und die Auswirkungen des Taifuns genau zu beobachten2. Besondere Sorge galt Gebirgsflüssen, besiedelten Gebieten in der Nähe von Bergschluchten, Baustellen und touristischen Sehenswürdigkeiten in Tälern2.

Taifun Nouls Landgang in Guangdong

Chinas Hauptquartier für Hochwasserschutz und Dürrehilfe hatte die Notfallstufe für die Provinz Guangdong bereits am Samstag auf Stufe III angehoben, als sich der Sturm verstärkte3. Gleichzeitig wurde für Jiangxi und Hunan eine Hochwasser-Notfallreaktion der Stufe IV aktiviert3.

Taifun Noul, der zwölfte Taifun des Jahres, sollte zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen an der Küste zwischen Hongkong und Huilai in der Provinz Guangdong auf Land treffen3. In Teilen des nordöstlichen Südchinesischen Meers, an der Ostküste Guangdongs und in der Mündung des Perlflusses wurden Böen der Stärke 12 bis 13 erwartet3.

Für Teile von Guangdong, Hunan und Jiangxi wurden Starkregenfälle vorhergesagt3. Vor dem Landgang hielten das Hauptquartier und das Ministerium für Notfallmanagement gemeinsam mit der Chinesischen Wetterbehörde, dem Ministerium für Wasserressourcen und Vertretern von neun Provinzen und regionalen Verwaltungseinheiten, darunter Guangdong und Fujian, eine Krisensitzung ab3.

Bei diesem Treffen wurde eine gründliche Lagebewertung von Menschen und wichtiger Infrastruktur in taifungefährdeten Gebieten gefordert; die lokalen Behörden wurden aufgerufen, Anwohner in Hochrisikogebieten zu evakuieren3.

Sturm sorgt für Evakuierungen und Flugausfälle

Taifun Noul erreichte am frühen Sonntag das Festland und brachte am Wochenende starke Winde und heftigen Regen nach Südchina, einschließlich Hongkong7. Staatliche Medien bezeichneten ihn als den bislang stärksten Taifun, der in diesem Jahr in China auf Land getroffen ist7.

Der Sturm löste in der Provinz Guangdong Evakuierungen aus, die Region wurde in höchste Alarmbereitschaft versetzt, und zahlreiche Flüge wurden gestrichen7. Behörden zufolge werde der Taifun nach dem Durchzug über Guangdong und das benachbarte Hongkong mit Orkanböen zwei Tage lang starken bis sintflutartigen Regen über weite Teile Südchinas bringen7.

China rief für mehrere Provinzen die höchste Alarmstufe für Sturzfluten aus7. Der Sturm traf laut Behördenangaben gegen 3:50 Uhr morgens auf die Küste des Kreises Huidong7.

Hochwassergefahr breitet sich nach Norden bis Shaanxi und Gansu aus

Die Hochwassergefahr blieb nicht auf den Süden beschränkt. Chinas Ministerium für Wasserressourcen aktivierte am Donnerstag eine Hochwasser-Notfallreaktion der Stufe IV für die nordwestlichen Provinzen Shaanxi und Gansu6.

Die Maßnahme trat um 21 Uhr in Kraft, nachdem Vorhersagen zeigten, dass südwestliche Monsunwinde in Kombination mit einer Kaltluftmasse in Teilen der beiden Regionen Starkregen und damit die Gefahr von Sturzfluten in Bergregionen bringen würden68.

Wie geht es weiter? China bleibt auf Hochwasser vorbereitet

Die Wasserbehörden in Jiangxi, Hunan, Guangdong, Shaanxi und Gansu bleiben in Alarmbereitschaft, während die Hochwasser-Notfallstufen hoch bleiben26. Um für mögliche Überschwemmungen gewappnet zu sein, forderte das Ministerium die lokalen Wasserwirtschaftsbehörden auf, Wetteränderungen genau zu beobachten, rechtzeitig zu warnen und die Hochwasserschutzinfrastruktur gezielt einzusetzen5.

Wer die Wetterlage in der Region selbst verfolgen möchte, kann die Vorhersage für die eigene Stadt abrufen.